

Dieser Dokumentarfilm der Regisseurin Claire Billet und des Historikers Christophe Lafaye beschreibt detailliert den massiven und systematischen Einsatz chemischer Waffen wĂ€hrend des Algerienkriegs. Algerische KĂ€mpfer und Zivilisten, die in Höhlen Zuflucht gesucht hatten, wurden von âSpezialeinheitenâ der französischen Armee vergast. Das in MilitĂ€rdokumenten identifizierte Gas ist CN2D, dessen massiver Einsatz die AufstĂ€ndischen zwang, aus den âbehandeltenâ Gebieten zu fliehen, da sie sonst dort zu Tode gekommen wĂ€ren. Die Methode erinnert an die âEnfumadesâ, die das französische Expeditionskorps wĂ€hrend der Eroberung Algeriens im 19. Jh. anwandte. Von 1956 bis 1962 sollen zwischen 8000 und 10000 Operationen dieser Art auf algerischem Boden stattgefunden haben. Ein wenig bekannter historischer Aspekt aufgrund des schwierigen Zugangs zu den Archiven, von denen viele noch als geheim eingestuft sind, was Fragen zum GedĂ€chtnis, zur historischen Wahrheit und zur Gerechtigkeit aufwirft.
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