

Die Berliner Philharmoniker spielten Beethovens Neunte Symphonie erstmals unter der Leitung von Herbert von Karajan im April 1957 aus Anlass des 75-jĂ€hrigen Bestehens des Orchesters, und mit diesem Werk weihten sie im Oktober 1963 auch die neu gebaute Philharmonie ein. 1977 hatte sich Karajan fĂŒr einen Filmmitschnitt entschieden, weil er das GefĂŒhl hatte, das Orchester verfĂŒge ĂŒber eine neue Kraft und gröĂere KlangfĂŒlle, vor allem in Passagen wie dem langen Streicherrezitativ zu Beginn des Finales. Regisseur der Ăbertragung von 1977 war der 46-jĂ€hrige britische Fernsehproduzent Humphrey Burton. Die Ăbertragung passte zu Karajans ewigem Anliegen, einem neuen Publikum in der ganzen Welt die Meisterwerke der Musik nĂ€herzubringen. Nach der AuffĂŒhrung hielt er eine Ansprache vor dem Orchester, er sprach vom Musizieren als einem Symbol der Harmonie und zeigte sich glĂŒcklich darĂŒber, dass er und seine Musiker die Neunte so prĂ€sentiert hatten, wie sie ihrer aller Meinung nach sein sollte.
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