
Florian Seufert erfindet sich ein fiktionales Alter Ego und versetzt sich dadurch in die Lage, gleichzeitig das beobachtete Objekt und der Beobachter zu sein. Auf seine ganz eigene Art scheint Florian Seufert die spirituelle Lehre Carlos Castanedas und die ausserweltlichen Träumereien Alejandro Jodorowskis neu zu erdenken. Dadurch wird diese filmische ausserkörperliche Erfahrung zu einer Allegorie des Kinos und einer Reise der Sinne, zu einer neuen Art der Selbstentdeckung. Während Schamanen mit den verborgenen Reichen der Geister und ihrer Vorfahren in Kontakt treten und der Kreis von Leben und Tod sich wieder schliesst, streift der mit den Huicholen lebende Florian sein früheres Selbst wie eine alte, nutzlos gewordene Haut ab. Pamparios ist ein Film über die (Suche nach) Selbstverwirklichung. Ein Film wie ein LSD-Trip. Wie ein Traum in einem Traum, der sich in einem geheimen Traum verbirgt. Ein herausfordendes Debüt von einem sehr vielversprechenden Regisseur. Giona A. Nazzaro
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