
Horst Bernard wuchs gemeinsam mit seiner Schwester Alice Hornung in einer politisch engagierten, antifaschistischen Familie auf. Da sein Vater jüdischer Herkunft war und die Familie aktiv Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete, mussten sie 1935 nach der Angliederung des Saargebiets an das Deutsche Reich ins Exil fliehen. Die Familie gelangte zunächst in die französischen Pyrenäen und ließ sich später in Agen nieder, wo sie mithilfe solidarischer Unterstützer überlebte und selbst anderen Verfolgten half. Als Kind im französischen Exil erlebte Horst Bernard sowohl die ständige Bedrohung durch Verhaftung als auch die Solidarität von Menschen im Widerstand gegen den Faschismus. Schon in jungen Jahren entkam er nur knapp dem Tod während gewaltsamer Verfolgungsaktionen und musste nac...